Prof. Dr. Bernhard Schick
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKS
Prof. Bernhard Schick, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, vertritt als Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender das Klinikum und trägt die Verantwortung für die übergreifenden medizinischen Aufgaben.

Das UKS ist als Zentrum der Hochschulmedizin besonderen Anforderungen unterworfen. Inwieweit erleichtert es die neue IMED, diesen Anforderungen gerecht zu werden?

Interdisziplinarität ist ein integraler Bestandteil der modernen Medizin. Durch die Vereinigung der einzel­nen Fachexpertisen wird für den Patienten die beste Behandlung erreicht. Die Zusammenführung der fünf internistischen Kliniken in der neuen IMED und die enge räumliche Verknüpfung mit den chirurgischen Fachdisziplinen schaffen ideale Voraussetzungen für eine hervorragende medizini­sche Behandlung der Patienten. Die modernsten radiologischen Untersuchungsmöglichkeiten in der IMED werden nicht nur den einzelnen Patienten der Kliniken, sondern auch den schwer erkrank­ten Patienten helfen, die durch den Hubschrauberlandeplatz des Gebäudes eine anspruchsvolle Versorgung in einem nur kleinen Zeitfenster benötigen. Die Mitarbeiter des UKS sind in verschiedenen Zentren wie dem Transplantationszentrum und dem Gefäßzentrum bereits sehr erfolg­reich tätig. Neue Zentren entstehen im Dialog der Mitarbeiter zwischen den verschiedenen Kliniken. Das neue Gebäude wird die Arbeit in den Zentren durch die räumliche Nähe erleichtern und die Entwicklung der neuen Zentren wesentlich unter­stützen. Die geschaffene Gebäu­destruktur bietet ideale Vorausset­zungen für interdisziplinäre Fallkon­ferenzen und gemeinsame Patien­tenbetreuungen, um individuelle Behandlungspläne bei schweren, komplexen und seltenen Erkrankun­gen zu erstellen und umzusetzen.

Interdisziplinarität und Zentrums­bildung sind wesentliche Qualitäts­merkmale – wie erfüllt die neue IMED diese Bedingungen?

Die Hochschulmedizin am UKS zeichnet sich durch die hohe Qualität der Mitarbeiter in den Fachdisziplinen und das Spektrum der vertretenen Fachkliniken aus. Die Zusammenführung von fünf internistischen Kliniken mündet  in einer weiteren Stärkung der Hochschulmedizin am UKS. Patienten werden von der gemein­samen Notfallaufnahme der inter nistischen und chirurgischen Kliniken sowie  dem Zentrum für ambulante und stationäre Patien­ten bei kurzen Wegen enorm profitieren. Ein wichtiger Aspekt der Hochschulmedizin ist die Lehre. Die Ausbildung von heute sichert die medizinische Ver­sorgung von morgen. Die IMED schafft hervorragende Möglich­keiten der fachspezifischen und interdisziplinären Ausbildungen unter einem Dach.

Neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung spielt die Patientensicherheit eine bedeutende Rolle. Welche Verbesserungen ergeben sich in Zukunft?

Die Zusammenführung der fünf  internistischen Fachkliniken und die direkte Verbindung mit dem Zentrum für Chirurgie konzentriert eine hohe Fachexpertise, die rund um die Uhr verfügbar – auch nachts und an Feiertagen – ein Höchstmaß an Sicherheit für den Patienten ermöglicht. Die digitale Patientenakte schafft die direkte Verfügbarkeit aller Informationen für den behandelnden Arzt und zur umfassenden Information des ein­ weisenden Arztes. Die kürzeren Wege ermöglichen die bessere Abstimmung der diagnostischen Schritte und verkürzen die Zeit zwischen Diagnosefindung und Behandlungsbeginn.